Tiefbau und Tiefbauleistungen

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Der Tiefbau bezeichnet den Bereich im Rahmen der Errichtung eines Gebäudes bis zur Kellerdecke. Dazu gehört die Planierung des Grundstückes, der Aushub der Baugrube sowie die Errichtung des Kellergeschosses.
Je nach Lage des Baugrundstückes können schon bei der Vorbereitung zum Bau einige Sonderarbeiten entstehen. Befindet sich das Haus an einer Hanglage, könnten zusätzliche Maßnahmen zur Absicherung gegen das Abrutschen des Hanges getroffen werden wie zum Beispiel eine Stützmauer. In Bereichen mit einem hohen Grundwasserspiegel wie etwa in Berlin benötigt die Baugrube zusätzlich Wasserpumpen zur Trockenlegung sowie je nach Größe des Gebäudes zusätzliche Stützpfeiler unter dem eigentlichen Fundament.
Im Gegenteil dazu könnte es bei einem Grundstück im Schwarzwald notwendig werden, einen Granitfelsen zu sprengen.

Tiefbauleistungen auch im Straßenbau

Teilweise wird auch der Straßenbau dem Tiefbau zugeordnet und dies hat in vielen Bereichen seine Richtigkeit, denn grundlegend befassen sich beide Baubereiche mit der Fundamentierung.

Nachdem das Grundstück mit der Planierraupe eingeebnet ist, kann der Bauleiter die eigentliche Baugrube ausmessen und dem Baggerführer die entsprechenden Anweisungen zum Aushub erteilen. Nach der Fertigstellung der Baugrube beginnen die Arbeiten am Fundament. Die Fundamentplatte wird mit Grobbeton ausgeführt, das bedeutet die Betonmischung beinhaltet gröberen Kies als normaler Beton. Auch der Anschluss an das öffentliche Abwassernetz wird in dieser Phase realisiert. Auf die Fundamentplatte kommt nun zunächst eine wasserabweisende Isolationssicht aus Teerpappe oder Kunststofffolie. Dies ist notwendig, um von unten eindringendes Wasser fernzuhalten. Nun folgt der Estrich. Diese mit feinerem Beton ausgeführte Schicht kann je nach späterer Belastung auch Armierungseisen enthalten. Darauf folgt die Einschalung für die tragenden Mauern des Kellergeschosses. Diese Mauern aus Vollbeton und Armierungseisen sind die spätere Basis für das Gebäude. Auch die Kellertreppe, wenn es kein vorgefertigtes Element ist, wird nun eingeschalt. Bereits jetzt wird bei der Einschalung darauf geachtet, entsprechende Durchgänge und Aussparungen in die Schalungen mit einzuarbeiten, um später die Hauszugänge für Strom und Wasser möglich zu machen. Dazu kommen noch Aussparungen für Kellerfenster und Türen. Nach der Aushärtung der tragenden Betonmauern beginnt die Einschalung der Kellerdecke. Da die Kellerdecke zusammen mit den Kellermauern eine tragende Einheit für das Haus darstellt, wird auch die Kellerdecke in der Regel armiert. Auch hier werden in die Schalung bereits Leerrohre und Leitungen für Strom, Wasser und Heizung mit eingearbeitet. Je nach Ausführung wird die Heizungsanlage vor der Einschalung der Kellerdecke in das Kellergeschoss eingebracht.

Nach der Ausschalung der Kellerdecke ist der eigentliche Tiefbau fertiggestellt. Weitere arbeiten finden nun an der Außenseite des Tiefbaus statt. Da diese Bereiche später von Erde bedeckt sind, wird hier eine spezielle, Wasser- und Kälte abweisende Isolation benötigt. Zudem werden die Lichtschächte für die Kellerfenster gesetzt. Eventuell erfolgt auch die Installation einer Drainage, um Wasser vom Keller abzuleiten.